Squash in Schleswig-Holstein

SH-Kader bei 2. DSQV Jugendrangliste in Bremen

Am Freitagabend traf sich der Jugendkader aus Schleswig-Holstein im Sportwerk in Hamburg, um sich gemeinsam auf die Reise zur 2. DSQV Rangliste nach Bremen zu machen. Kadertrainer und zugleich Vize-Präsident Jugend des SVSH Kai Rixen hatte Yanic Strupat aus Bargteheide und Florian Kraft vom SV Neumünster eingeladen, an dem hochkarätig besetzten Turnier teilzunehmen und weitere Erfahrungen und Ranglistenpunkte zu sammeln.

Die Erwartungshaltung beider Spieler war auch entsprechend. Gefragt nach ihren Zielen war die einhellige Antwort: „nicht Letzter werden“. Für Yanic war das sehr tiefgestapelt, denn er war in der Gruppe der 25 Sportler im U 15 Feld immerhin an Platz 2 gesetzt. Für Florian hingegen war die Perspektive durchaus realistisch, denn erstmals im A-Feld der besten 16 Spieler gesetzt, waren höchstens zwei Gegner, denen er auf Augenhöhe begegnen konnte.

Nach einer guten Anreise und einem ruhigen Abend in Bremen ging es Samstagmorgens eisig los. Die Scheiben von Kais Auto waren zugefroren und mussten erst einmal freigekratzt werden. Die erste Aufwärmübung bei Minusgraden. Bei schönstem Sonnenschein trafen die Protagonisten dann in der tollen Bremer ULC Anlage ein und stellten fest, dass das Turnier bereits in vollem Gange war. Yanic musste als erster S-H Spieler in den Court. Mit Tyrel Roderer aus Stuttgart erwartete ihn eine lösbare Aufgabe. Der Bargteheider tat sich überraschend schwer zu Beginn des Spiels, verlor die beiden ersten Sätze deutlich und stellte die Nerven der Betreuer und Fans auf eine schwere Probe. Erst nachdem er sich im 3. Satz auf seine Qualitäten konzentrierte, gelang ihm der Turnaround. Mit drei gut gespielten Sätzen konnte er dann sein Match mit 3:2 gewinnen.

Florian spielte gleich darauf gegen den Jugendnationalspieler Abdel-Rahman Ghait aus Krefeld. Nach anfänglich nervösem Beginn gelang es Florian wenigstens im zweiten und dritten Satz einige ansehnliche Ballwechsel mit dem deutlich überlegenen Abdel zu spielen. Das änderte jedoch nichts am klaren 3:0 Sieg für den 2. der aktuellen deutschen Jugendrangliste Abdel aus NRW.

Am Nachmittag konnte sich Yanic dann mit einem ägyptischen Spieler messen. Youssef Elgammal vom SI Taufkirchen als einem der talentiertesten Nachwuchsspieler aus Bayern ließ Yanic nie richtig ins Spiel kommen und gewann alle drei Sätze klar gegen den Bargteheider Junior.

Florians nächster Gegner, Luis Brandl aus Kassel, ist derzeit Rang 12 der deutschen RL. Luis begann stark gegen den Neumünsteraner und konnte den ersten Satz völlig ungefährdet für sich entscheiden. Im 2. und 3. Satz kam Florian aber immer besser ins Spiel und so entwickelten sich etliche lange und spannende Ballwechsel. Insbesondere im 3. Durchgang war Florian nah am Satzgewinn. Dennoch musste er sich – sichtlich erschöpft – dem routinierteren und technisch sehr guten Luis letztlich 0:3 geschlagen geben. Florians Betreuer und Fans waren zufrieden mit der Leistung ihres Schützlings.

Erst um 18:00h ging es für Yanic Strupat weiter gegen Marius Gehrken aus Paderborn. Schon beim Einspielen war zu erkennen, dass Yanic technisch deutlich bessere Schläge auf den Court brachte, aber im Match selbst beschlich den Bargteheider wieder der Schlendrian. So gewann er ziemlich einfach den ersten Satz, nur um im 2. Durchgang Marius durch Unkonzentriertheit stark zu machen, der den Satz dann auch konsequent für sich entschied. Im dritten und vierten Satz dann genau das gleiche Bild, sodass Yanic wieder den Fünften brauchte, um das Spiel zu gewinnen. Marius hatte inzwischen gemerkt, dass er durchaus die Chance hatte, das Match gegen den eigentlich besseren Gegner zu gewinnen und so kämpfte er wie ein Löwe. Final setzte sich der technisch bessere Schleswig-Holsteiner Jung mit einem knappen 11:9 durch und verbuchte den 2. Sieg an diesem Tag. Das Spiel um Platz 5 am Sonntag konnte also kommen.

Bei Florian lief es dann in seiner sehr späten Begegnung um ca. 19:30h nicht mehr so gut. Gegen Sydney Rüger von den Squash Devils hatte er eigentlich eine reelle Chance auf den ersten Satzgewinn, denn die beiden Spieler sind etwa auf dem gleichen Niveau. Scheinbar hatte der Stuttgarter aber den langen Tag deutlich besser verkraftet als das Nachwuchstalent aus Westerrönfeld, sodass sich ein eher einseitiges Match entwickelte. Florian spielte eher uninspiriert, haderte mit seinen Fehlern und kam überhaupt nicht in seinen Rhythmus. Die Zuschauer litten mit ihm und so kam er nach 2:11, 3:11 und 5:11 enttäuscht aus dem Court.

Am Finaltag hatte nur noch Yanic Strupat sein kleines Endspiel um Platz 5 zu bestreiten. Mit Paul Schweizer wartete noch ein Spieler des derzeit  erfolgreichsten deutschen Squashclubs SC Paderborn auf ihn. Der Ostwestfale war sehr viel stärker einzuschätzen, als sein Vereinkamerad Marius, gegen den Yanic noch am Vortag gewonnen hatte. Paul Schweizer agierte von Beginn an sehr souverän und ließ Yanic keine Chance ins Spiel zu kommen. Der Bargteheider kommt sehr oft durch seinen Kampfgeist wieder ins Spiel, aber in diesem Match fand er keine Mittel. Am Ende siegte der Paderborner mit 11:6, 11:3 und 11:2 sehr deutlich und errang damit den 5. Platz im A-Feld der U 15 Jungen.

Trotz der durchwachsenen Ergebnisse war das Turnier für die beiden Kaderspieler ein sehr positives Erlebnis. Florian hatte sich durch die guten Turnierergebnisse in seinem ersten aktiven Jahr im Squashsport ins A-Feld qualifiziert und den 15. Platz erreicht. Die Spielstärke der sechzehn besten U 19 Spieler in Deutschland ist aber jetzt noch zu gut, um auf Augenhöhe konkurrieren zu können. Wenn er diese Niederlagen aushält und daraus die Motivation schöpft, weiter konzentriert zu trainieren, wird er sich schon bald unter den Besten etablieren können.

Auch für Yanic ist der 6. Platz in diesem Feld mit 24 Jugendlichen U 15 Spielern aus ganz Deutschland ein gutes Ergebnis. Immerhin formulierte er auf der Rückfahrt gleich sein nächstes Ziel: Er möchte am kommenden Wochenende an gleicher Stelle Norddeutscher Meister seiner Altersklasse werden!

Viel Erfolg und vor allem Spaß für die beiden Kaderspieler aus dem glücklichsten Bundesland.

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